Liebesgeschichten aus aller Welt : Indien

Die Imposanz und archtiektonische Schoenheit des Taj Mahal in Indien ist weltbekannt. Nicht ganz so verbreitet ist jedoch das Wissen um die magische Liebesgeschichte,
die den Hintergrund dieses Meisterwerkes bildet und quasi den aetherischen Rohstoff, des Gebildes konstituiert.

Das weisse Marmormonument, das zu den sieben Weltwundern gehoert, ist – wer wuerde es ahnen- ein Mausoleum, die ein wahrhaft Liebender fuer seine verstorbene Gemahlin als Zeichen seiner ewig waehrenden Liebe errichten liess. Shan Jahan, ein mughalischer Herrscher, der im siebzehnten Jahrhundert in Indien lebte, widmete es seiner Angebeteten Arjuand Banum Begum, einer persischen Prinzessin, in die sich der erst vierzehnjaehrige Hals ueber Kopf verliebte, als er die ein Jahr Aeltere auf einem Basar zum ersten Mal erblickte. Seine Reaktion war schnell und bestimmt: Schnurstracks marschierte er in den Palast zu seinem Vater und verkuendete diesem, er wuerde das Maedchen zur Frau nehmen, an das er sein Herz in Minutenschnelle verloren hatte. Treu zu seinem Wort stehend, heiratete der Prinz die junge Begum fuenf Jahre spaeter. Er verlieh ihr den Titel ” Mumtaz Mahal”, was gleichbedeutend ist mit ” Juwel des Palastes” , da sie in seinen Augen die schoenste und eleganteste Frau war, die er jemals gesehen hatte. Die Dichter und Poeten seiner Zeit stimmten ihm zu und priesen ihre Schoenheit, Anmut und ihr Mitgefuehl in ihren Versen.

Obgleich es Shah Jahan gesetzlich erlaubt war, mehrfach zu heiraten, und er diese Moeglichkeit auch wahrnahm, hatte er doch nur Augen fuer diese, seine dritte, Frau, mit der er vierzehn Kinder in die Welt setzte. Tragischerweise starb Begum beim Gebaeren ihres vierzehnten Kindes. An ihrem Totenbett schwor der gramgebeugte Herrscher, ihr das groesste Mausoleum zu erbauen, das die Welt je gesehen hatte. Ebenso schwor er, nie wieder zu heiraten – ein Versprechen, das er bis zu seinem Lebensende einhielt.

Somit legt das Taj Mahal ein magisches Zeugnis von der Tiefe und Ewigkeit einer Liebe ab, der selbst der Tod nichts anhaben konnte und versinnbildlicht in seiner poetischen Architektur die absolute Schoenheit, Kraft und Bedeutung wahrer Liebe.

Diese Geschichte mag in einer Zeit, in der wir immer wieder mit bonbonfarbenen TV- Seifenopern, immergleichen Hollywoodschmonzetten und steigenden Scheidungszahlen sowie schmerzhaften Trennungen oder andauernden Singlezeiten konfrontiert werden, daran erinnern, dass wahre, dauerhafte Liebe moeglich ist – egal was die Statistik, der Bekanntenkreis oder die Hormonforscher sagen. Wahre Partnerliebe gab es schon immer, gibt es heute und wird es immer geben, allen Widerstaenden zum Trotz, denn wahre Liebe in der partnerhaften oder in anderen Formen ist das, was Mikro- und Makrokosmos antreibt, was uns morgens aus dem Bett springen laesst und uns mit Hoffnung in die Zukunft blicken laesst.

In diesem Sinne – es lebe die Liebe! Viva el amor.

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