Monthly Archives: April 2012

Westaustraliens Zauberstunde

Sonnenuntergang in der australischen Stadt, die nach dem spanischen Schriftsteller Miguel de Cervantes benannt wurdeBarking Frank Valentine- In the town where I live

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Liebesgeschichten aus aller Welt: United Kingdom

Und es gibt sie doch und immer wieder: Liebesgeschichten, die zeigen, dass Ruhm, Macht und Geld nicht aufwiegen koennen, was wahre Liebe bedeutet und wozu sie die Liebenden befaehigt.

Ein wunderschoenes Beispiel stellt die Liebesgeschichte von Prince Edward und Wallis Simpson aus Grossbritannien dar: eine wahre Begebenheit wie aus dem Maerchenbuch. In den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts waehrend der kurzen Regentenzeit Koenig Edwards VII angesetzt, nahm die Geschichte ihren Anfang, als Koenig George V 1936 verstarb. Sein aeltester Sohn, Prinz Edward von Wales, sollte, Protokoll und Tradition zufolge, seines Vaters Platz einnehmen und den Thron besteigen.

So weit, so gut. Es gab jedoch ein zentrales Problem bei der Sache: Edward war verliebt. Nicht standesgemaess, aber dafuer bis ueber beide Ohren, und zwar in die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson.

Von der unmoeglich erscheinenden Liebe eines Prinzen zu einer geschiedenen Frau

Was heutzutage kein grosses Drama mehr konstituiert (so war die spanische Prinzessin Letizia ebenfalls eine geschiedene Frau, als sie den Thronfolger Felipe 2004 ehelichte), war 1936 ein handfester Skandal. Keinem Koenig war es damals in Grossbritannien erlaubt, eine geschiedene Partnerin zur Ehefrau zu nehmen. Diese unbeugsame Tradition brachte Prinz Edward in eine scheinbar ausweglose Lage. Hin und hergerissen zwischen seiner Liebe fuer Simpson und der Aufrechterhaltung der Rolle, fuer die er allem Anschein nach geboren worden war, gelang es ihm nicht, die koenigliche Familie und die britische Regierung von Wallis Simpson als Frau an seiner Seite zu ueberzeugen.

Im Dezember 1936 traf Edward eine Entscheidung, die kein Koenig jemals zuvor getroffen hatte: er verzichtete offiziell auf seinen Thronanspruch. Die Krone ging somit an seinen juengeren Bruder, George VI, ueber – und Edward heiratete Wallis Simpson im darauffolgenden Jahr. Sie lebten  ihre Liebe bis ans Ende ihrer Tage. In seiner Rede am Tag des Thronverzichts stand er vor aller Welt fuer seine Liebe ein und liess verlauten (hier in der Originalsprache, um die Schoenheit der Botschaft nicht durch eine ungenaue Uebersetzung zu schmaelern):

I have found it impossible to carry on the burden of responsability and to discharge the duties of king, as I would wish to do, without the help and support of the woman I love.”

Image Wallis Simpson und Edward

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Liebesgeschichten aus aller Welt: Indien

Die Imposanz und archtiektonische Schoenheit des Taj Mahal in Indien ist weltbekannt. Nicht ganz so verbreitet ist jedoch das Wissen um die magische Liebesgeschichte,
die den Hintergrund dieses Meisterwerkes bildet und quasi den aetherischen Rohstoff des Gebildes konstituiert.

Das weisse Marmormonument, das zu den sieben Weltwundern gehoert, ist – wer wuerde es ahnen- ein Mausoleum, die ein wahrhaft Liebender fuer seine verstorbene Gemahlin als Zeichen seiner ewig waehrenden Liebe errichten liess. Shan Jahan, ein mughalischer Herrscher, der im siebzehnten Jahrhundert in Indien lebte, widmete es seiner Angebeteten Arjuand Banum Begum, einer persischen Prinzessin, in die sich der erst vierzehnjaehrige Hals ueber Kopf verliebte, als er die ein Jahr Aeltere auf einem Basar zum ersten Mal erblickte. Seine Reaktion war schnell und bestimmt: Schnurstracks marschierte er in den Palast zu seinem Vater und verkuendete diesem, er wuerde das Maedchen zur Frau nehmen, an das er sein Herz in Minutenschnelle verloren hatte. Treu zu seinem Wort stehend, heiratete der Prinz die junge Begum fuenf Jahre spaeter. Er verlieh ihr den Titel ” Mumtaz Mahal”, was gleichbedeutend ist mit ” Juwel des Palastes” , da sie in seinen Augen die schoenste und eleganteste Frau war, die er jemals gesehen hatte. Die Dichter und Poeten seiner Zeit stimmten ihm zu und priesen ihre Schoenheit, Anmut und ihr Mitgefuehl in ihren Versen.

Obgleich es Shah Jahan gesetzlich erlaubt war, mehrfach zu heiraten, und er diese Moeglichkeit auch wahrnahm, hatte er doch nur Augen fuer diese, seine dritte, Frau, mit der er vierzehn Kinder in die Welt setzte. Tragischerweise starb Begum beim Gebaeren ihres vierzehnten Kindes. An ihrem Totenbett schwor der gramgebeugte Emperor, ihr das groesste Mausoleum zu erbauen, das die Welt je gesehen hatte. Ebenso schwor er, nie wieder zu heiraten – ein Versprechen, das er bis zu seinem Lebensende hielt.

Somit legt das Taj Mahal ein magisches Zeugnis von der Tiefe und Ewigkeit einer Liebe ab, der selbst der Tod nichts anhaben konnte und versinnbildlicht in seiner poetischen Architektur die absolute Schoenheit, Kraft und Bedeutung wahrer Liebe.

Diese Geschichte mag in einer Zeit, in der wir immer wieder mit bonbonfarbenen TV- Seifenopern, immergleichen Hollywoodschmonzetten und steigenden Scheidungszahlen sowie schmerzhaften Trennungen oder andauernden Singlezeiten konfrontiert werden, daran erinnern, dass wahre, dauerhafte Liebe moeglich ist – egal was die Statistik, der Bekanntenkreis oder die Hormonforscher sagen. Wahre Partnerliebe gab es schon immer, gibt es heute und wird es immer geben, allen Widerstaenden zum Trotz, denn wahre Liebe in der partnerhaften oder in anderen Formen ist das, was Mikro- und Makrokosmos antreibt, was uns morgens aus dem Bett springen laesst und uns mit Hoffnung in die Zukunft blicken laesst.
In diesem Sinne – es lebe die Liebe! Viva el amor.

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